Thema der Woche - Oxidativer Stress

Oxidativer Stress

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Oxidativer Stress

Oxidativer Stress und freie Radikale sind aktuell die Top-Themen in der Medizin und auch dem Otto-Normalverbraucher begegnet die Problematik immer öfter. Kein Wunder, schließlich ist oxidativer Stress nachweislich eine der Hauptursachen moderner Zivilisationskrankheiten wie Krebs, Schlaganfall, Bluthochdruck und Demenz.

Doch was sind überhaupt freie Radikale und wie macht sich deren zerstörerisches Potenzial im Körper bemerkbar? Diesen und weiteren Fragen möchten wir jetzt auf den Grund gehen. Lesen Sie weiter um mehr zu erfahren.

Freie Radikale: Eine gefährliche Stoffgruppe

Anders, als der Name vermuten lässt, handelt es sich bei freien Radikalen nicht um eine politische Gruppierung, sondern um Moleküle mit einer enormen Kraft. Was macht diese Stoffgruppe so gefährlich und wann kommt es zum berüchtigten oxidativen Stress?

Freie Radikale und oxidativer Stress – Definition

Freie Radikale sind Moleküle, denen ein oder mehrere Elektronen fehlen. Diesen Zustand beschreibt die Chemie als instabil, weshalb die freien Radikale vehement versuchen wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Sie reagieren sofort mit dem nächsten Stoff in ihrer Nähe.

An sich sind freie Radikale für den Organismus wichtig und der Körper stellt sie z.B. bei Stoffwechselprozessen selbst her. Sie sind u.a. für gewisse Immunprozesse nötig und können Erreger zerstören.

Freie Radikale werden jedoch auch über die Umwelt aufgenommen und genau hier liegt das Problem. Durch Abgase, UV-Strahlen, ungesunde Ernährung, Stress, Alkohol und Nikotin sind wir besonders vielen freien Radikalen in unserer Umwelt ausgesetzt, sodass es zu einem schädlichen Überschuss kommen kann, den wir oxidativen Stress nennen.

Verschärft wird das noch dadurch, dass wir die Gegenspieler der freien Radikale, die Antioxidantien, auf die wir später noch zu sprechen kommen, in wesentlich geringeren Mengen zu uns nehmen, als noch vor 30 Jahren. Grund ist, dass Obst, welches Hauptquelle der Antioxidantien ist, durch Pestizide und unreifes Ernten immer nährstoffärmer wird.

Folgen von oxidativem Stress

Umso ausgeprägter der oxidative Stress ist, desto gravierender sind die durch die freien Radikale verursachten Schäden. Ein Beispiel ist die Arteriosklerose. Hier beschädigen freie Radikale das Protein HDL, welches zur Aufgabe hat, verbrauchtes Cholesterin abzutransportieren. Da das HDL durch die Beschädigung seiner Aufgabe jedoch nicht mehr nachkommen kann, kann es das Cholesterin nicht mehr abtransportieren, welches sich daraufhin in der Blutbahn ablagert und zu einer Arteriosklerose führt, welche die häufigste Ursache für Herzinfarkt und Schlaganfall ist. Oxidativer Stress ist Ursache diverser weiterer Krankheiten.

Hier ein paar weitere Folgen:

  • Alterungsprozesse
  • Arteriosklerose
  • Krebs
  • Schlaganfall
  • Bluthochdruck
  • Grauer Star
  • Alzheimer
  • Entzündungen
  • Rheuma
  • Diabetes

Mit der Vitalstoffanalyse den oxidativen Stress messen

Besteht durch entsprechende Symptome (Starkes altern, Krankheitsanfälligkeit) oder einem strapaziösen Lebensstil (besonders viel Stress, häufiger Kontakt mit Umweltgiften) der Verdacht unter einem oxidativen Stress zu leiden, sind die beiden Gegenmaßnahmen: Belastungen minimieren, Versorgung mit Antioxidantien erhöhen.

Um diese beiden Gegenmaßnahmen jedoch richtig zu steuern, empfehlen Ärzte, Apotheken und Heilpraktiker sich einem Oxidativen-Stress-Test zu unterziehen. Hierbei wird eine entnommene Blutprobe mit den Reaktionsprodukten von freien Radikalen belastet. Nach einer gewissen Zeit misst man, wie viele der freien Radikale nicht gepuffert wurden. Anhand einer Skala kann dann die antioxidative Kapazität und oxidative Belastung des Blutes überprüft werden.

Mit Antioxidantien oxidativen Stress bekämpfen

Doch Mutter Natur wäre nicht Mutter Natur, wenn es nicht auch zu den freien Radikalen Gegenspieler gäbe: Die Antioxidantien. Hierbei handelt es sich um Moleküle, die Elektronen zu viel haben und somit die freien Radikale puffern können, indem sie bereitwillig ihre Elektronen abgeben. Es ist für ein gesundes Gleichgewicht im Körper insofern wichtig, dass den freien Radikalen immer auch genügend Antioxidantien gegenüberstehen.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen vom Körper selbst hergestellten und über die Nahrung aufgenommenen Antioxidantien. Zur ersten Gruppe gehören z.B. Enzyme und verwandte Stoffe wie Glutathion, Bilirubin oder Coenzym Q10. Mit zunehmendem Alter produziert der Körper jedoch immer weniger Antioxidantien, was auch Ursache für Alterungsprozesse ist.

Gerade ab dem 50. Lebensjahr, aber auch davor, ist unser Körper insofern unterstützend auf über die Nahrung aufgenommene Antioxidantien angewiesen. Verschärft wird dieser Bedarf durch die zahlreichen Quellen freier Radikale in unserem täglichen Umfeld (Umweltgifte, Strahlung, Abgase, etc.). Im Folgenden möchten wir dir daher die wichtigsten Antioxidantien aus der Natur vorstellen.

Selen

Selen gehört zu den lebenswichtigen Spurenelementen und befindet sich in den Blutplättchen, den Nieren sowie Leber und Drüsengewebe.

Es kommt vor allem in Seefisch, Muskelfleisch, Ei und Getreideprodukten vor. Die wichtigste Funktion von Selen ist es, die Zelle vor der Einwirkung von Giften sowie vor Umwelt- und Strahlenbelastung zu schützen. Außerdem gilt es als Gegenmittel bei Belastungen durch Schwermetalle, wie Blei, Cadmium und Quecksilber. Als Antioxidans schützt es vor vorzeitiger Alterung und Thrombose und stärkt das Immunsystem.

OPC

Traubenkernextrakt das vor allem in der Schale von Traubenkernen enthaltene OPC (Öligere proanthocyanidine) gehört zu den sekundären Pflanzenstoffen und gilt als stärkstes Antioxidans der Welt. Seine Einzigartigkeit liegt darin, dass es selbst freie Radikale puffert und parallel die antioxidative Wirkung von Vitamin C um das 10-Fache und von Vitamin E um das 50-Fache erhöht (im Reagenzglas getestet). Aufgrund dieser antioxidativen Eigenschaft ist OPC in Frankreich ein angesehenes Therapeutikum für sämtliche Gefäßkrankheiten und wird weltweit als Anti-Aging-Mittel eingesetzt.

Mangan, welches wir hauptsächlich in den Knochen speichern, findet man insbesondere in pflanzlichen Lebensmitteln wie Getreide, grünem Blattgemüse, Hülsenfrüchten und Nüssen. Es hat im Körper vielfältige Aufgaben und ist Bestandteil vieler Enzyme, wie der Superoxiddismutase. Dieses Enzym verringert durch seine antioxidative Wirkung Zellschäden, verbessert den Protein-Stoffwechsel und wirkt sich positiv auf Bindegewebe und Knorpel aus. Doch ohne ausreichend Mangan kann die Superoxiddismutase ihrer Aufgabe nicht nachkommen.

Astaxanthin

Astaxanthin gehört zu den Carotinoiden. Die höchste Konzentration befindet sich in Grünalgen, welche wiederum von Tieren durch die Nahrung aufgenommen werden und z.B. Lachse und Flamingos rosa färben. Auch hierbei handelt es sich um einen sehr wirksamen Radikalen-Fänger, der zudem die Bluthirnschranke überwinden kann. Dadurch kann das Naturheilmittel auch im Gehirn freie Radikale puffern und somit auch vor Krankheiten wie Alzheimer oder Demenz schützen.

Zink

Auch Zink ist als Spurenelement ein wichtiges Antioxidans. Es wird überwiegend in Muskulatur, Leber, Niere, Knochen und Haut gespeichert. Der Körper benötigt es zur Wundheilung und für die Funktion des Immunsystems. Zink ist zudem Bestandteil diverser Enzyme. Enzyme wirken im Körper als Stoffwechselbeschleuniger. Doch ohne Zink bleiben sie wirkungslos.

Vitamin C

Vitamin C ist ein starkes Antioxidans und sehr wichtig für unser Immunsystem. Zudem trägt es zur Aufnahme anderer Antioxidantien, wie Zink oder OPC, bei. Es unterstützt unser Immunsystem, ist unersetzlich für die Bildung des Bindegewebes und puffert freie Radikale.

Fazit

Unser Körper braucht Antioxidantien um sich vor freien Radikalen zu schützen. Wir können dabei auf einen Gewaltigen Schatz aus der Natur zurückgreifen. Stellt sich nur noch die Frage, welches Antioxidans denn das stärkste ist. In einem Vergleich haben wir daher die beiden vermeintlich stärksten Antioxidantien, OPC und Astaxanthin gegeneinander antreten lassen.

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