Vitamin D3 & Grippe

Vitamin D3 & Grippe

Vitamin D3 & Grippe

Der optimale Weg den Körper mit ausreichend Vitamin D zu versorgen, ist das direkte Sonnenlicht. Im Sommer reicht ein Sonnenbad von 15 Minuten täglich völlig aus. So kann die Haut des Körpers die individuell benötigte Menge des Vitamin D3 selbst synthetisieren, weshalb das Vitamin D auch als „Sonnenvitamin" bezeichnet wird. Es wirkt im Körper als Prohormon und beeinflusst den Stoffwechsel vieler einzelner Zellen, indem es lebenswichtige Prozesse steuert.

Lange Arbeitszeiten im Büro, die Lage Europas auf der Weltkugel und natürliche die sonnenarmen Monate erschweren die ausreichende Produktion von Vitamin D jedoch. Dabei werden rund 90 % des benötigten Vitamin Ds über die Haut synthetisiert und nur ca. 10 % können über die tägliche Nahrung aufgenommen werden.

Vitamin D3 − das Sonnenvitamin

Das Vitamin D3 (Cholecalciferol) ist ein Prohormon und somit die wichtigste Form des Vitamin Ds. Es wird vom Körper in der Haut unter Einwirkung von Sonnenstrahlen, genauer gesagt den UVB-Strahlen, produziert. Je nach Bedarf wird eine bestimmte Menge synthetisiert und an die entsprechenden Zellen weitergegeben. Dabei ist es so, dass von der gesamten benötigten Menge an Vitamin D3 90 % von der Haut synthetisiert und nur 10 % durch die Nahrung aufgenommen werden können. Besonders zur Winterzeit und bei mangelndem Sonnenlicht kann es daher zu einem Vitamin-D-Defizit kommen. Als Prohormon unterstützt das Sonnenvitamin die normale Funktion des Immunsystems. Es trägt im Körper außerdem zum Erhalt normaler Knochen und Zähne sowie zu einer normalen Muskelfunktion bei.

Die Grippe macht sich wieder bereit in der dunklen und kühlen Jahreszeit. Das bedeutet für einen beträchtlichen Teil der allgemeinen Bevölkerung Bettruhe, medikamtentöse Behandlungen, Arbeitsausfälle, schlechte Laune und kann bei gesundheitlich angeschlagenen Menschen zu weitaus gefährlichen Komplikationen führen. Wie Sie sich am besten davor schützen und was das Ganze mit einem Vitamin D-Mangel zu tun hat, lesen Sie hier:

Infektionskrankheiten - Risikoreduzierung um bis zu 70%

Bereits im Jahr 2007 untersuchten finnische Wissenschaftler die Auswirkungen eines Vitamin D-Mangels auf Infektionskrankheiten. Dafür wurden die  Vitamin D-Werte bei 800 Soldaten bestimmt um in den anschließenden sechs Monaten die Häufigkeit der aufgetretenen Erkältungen zu registrieren. Die Gruppe mit den niedrigsten Vitamin D-Werten hatte doppelt so viele Infekt bedingte Ausfalltage wie die Gruppe mit den höchsten Vitamin D-Spiegeln (Laaksi et. al).

Das englische Time Magazin publizierte 2017 Ergebnisse einer Metastudie  mit insgesamt 11 321 Teilnehmern im Alter von 0-95 Jahren, die 25 randomisierten Einzelstudien zusammenfasst (Martineau et. al). Die Studienautoren, die aus 21 Institutionen auf der ganzen Welt stammten, kamen dabei ebenfalls zu dem Ergebnis, dass eine Vitamin D-Supplementierung insgesamt gegen akute Atemwegsinfektionen schützt.

Bei jenen Probanden, die vor der Supplementation einen Vitamin D-Mangel (<10 ng/ml) hatten, konnte das Risiko eines Atemwegsinfektes um 70% reduziert werden, wenn Vitamin D täglich oder wöchentlich eingenommen wurde.

Die Teilnehmer mit höheren Vitamin D-Spiegeln konnten immerhin eine Risikoreduktion von 25% verbuchen.

Asthmatiker und Lungenpatienten besonders betroffen

Im Jahr 2009 wurde  in den USA die bis zu diesem Zeitpunkt größte Studie (Ginde) dieser Art mit über 18.000 Probanden veröffentlicht, die einen niedrigen Vitamin D-Spiegel tatsächlich mit Erkältungen und Grippefällen in Verbindung bringt. Patienten mit einem Vitamin D-Spiegel von unter 10 ng/ml waren zu 24% von derartigen Erkrankungen betroffen, während Teilnehmer mit mindestens 30 ng/ml nur zu 17 % betroffen waren.

Bei Asthmatikern konnte sogar ein 5,67-fach höheres Risiko, eine Erkältung oder Grippe zu entwickeln beobachtet werden, wenn ein Vitamin D-Mangel vorhanden war. Bei Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung zeigte sich ein 2,26-faches Risiko.

Der Hauptautor Dr. Adit Ginde fasst die Studie wie folgt zusammen:

"Die Ergebnisse unserer Studie sprechen für eine wichtige Rolle für Vitamin D bei der Vorbeugung gegen Infektionen der Atemwege wie Erkältungen und Grippe. Personen mit häufigen Lungenerkrankungen wie Asthma oder Emphysem können besonders anfällig für Infektionen der Atemwege durch Vitamin-D-Mangel sein."

Bestätigt werden konnte die These im Jahr 2011 von einer deutschen Arbeit (Vitamin D Update). Erfasst wurden dabei 927 Teilnehmer von denen 600 entweder Asthmatiker oder COPD-Patienten waren. Da die Vitamin D-Spiegel im Durchschnitt bei 16,1 ng/ml lag, wurde eine individuelle Aufsättigung nach dem Set-up-Schema von Dr. von Helden vorgenommen. Über das Ergebnis einer deutlichen Verbesserung der Infektproblematik freuten sich respektable 80% der Probanden.

Betrachtet man nun die Versorgungssituation in Deutschland, wo im Winter zwischen 80-90% der Bevölkerung an einem Vitamin D-Mangel leiden, so wird klar welche positiven Auswirkungen eine regelmäßige Vitamin D-Zuführung ausmachen würde. Verglichen mit einer Grippeimpfung, könnte man mit einer Vitamin D-Supplementation durch Präparate oder angemessener Solariennutzung auch auf Nebenwirkungen verzichten, während man zusätzlich von den gesundheitsfördernden Effekten des Sonnen-Vitamins profitieren würde.

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